Bezirk: Altona
Fläche: 7,3 km²
Bewohner: ca. 26000 Einwohner
Bevölkerungsdichte: 3560 je km²
Ein neu-hamburgischer Stadtteil mit alt-hamburgischen Beziehungen - so könnte
man Osdorf bezeichnen.
Osdorf hat etwa 26000 Einwohner. Es wurde erstmalig 1268 als Oslevestorp
erwähnt und war lange Zeit ein Bauerndorf,
aus dieser Zeit stammt auch die erste Nachricht über den Besitz eines
Hamburgers in dem damals holsteinischen Dorf.
Zugleich ist es überhaupt die erste uns bekannte urkundliche Erwähnung Osdorfs,
welche nun fast 740 Jahre zurückliegt.
Die vom Hamburger Staatsarchiv gefertigte Übersetzung der Urkunde lautet:
Gerhard, durch Gottes Gnade Graf von Holstein, allen Christgläubigen, welche
die vorliegende Urkunde einsehen, Heil im Schöpfer des Heiles. Kundmachen
wollen wir den Jetzigen wie den zukünftigen Nachfahren, daß wir zur Ehre
Gottes, gebeten von unserem lieben Getreuen Heinrich, Bürger zu Hamburg, Sohn
Hammos, das Eigentum an einer im Dorfe Osdorf belegenen Hufe voll und frei dem
uns teuren Konvent der Nonnen zu Herwerdeshude mit allem Zubehör zu ewigem Besitz
gegeben und geschenkt haben; diejenige Hufe nämlich, die derselbe Heinrich
einst von uns zu Lehen besaß. Damit jedoch diese unsere Schenkung für später
gesichert bleibt und über sie bei unseren Neffen oder Erben kein Zweifel
entstehen kann, haben wir dieses Schriftstück durch Befestigung unseres Siegels
bekräftigen lassen. Zeugen aber sind Reimer von Wedel, Gerbert genannt der
Vogt, Hinz von Wedel, sämtlich Ritter, und viele andere. Gegeben von der Hand
des Hamburger Domherrn Johann, unseres Schreibers, im Jahre des Herrn 1268, am
3. August.
Noch heute sind einige Gebäude, als Zeitzeugen, in Osdorf zu bewundern.
Seit 1927 gehört Osdorf zu Altona und seit 1937 zu Hamburg.
Alt Osdorf, der Mittelpunkt Osdorfs, hat noch einige dieser prächtig erhaltenen
Bauernhäuser, darunter den, heute als Kultur- und Veranstaltungszentrum
genutzten, Heidbarghof (Elisabeth Gätgens Stiftung).